Zeugen der Vergangenheit

30.09.2021

Das Maximilian-Kolbe-Werk macht es sich zur Aufgabe, Überlebende der Konzentrationslager und
Ghettos zu unterstützen (https://www.maximilian-kolbe-werk.de/startseite/). Ein wichtiger Teil
dieser Arbeit ist es, die Stimmen der Überlebenden zu Gehör zu bringen. Deshalb gibt es ein
Angebot für Schulen, bei dem man eine Zeitzeugin oder einen Zeitzeugen treffen kann.

Durch die Corona-Beschränkungen fanden diese Gespräche digital statt.
Nachdem wir uns mit unseren 10. Klassen für diese Projekt beworben hatten, konnten wir uns mit Frau Budnicka aus Warschau unterhalten.
Sie ist eine der wenigen Überlebenden des Warschauer Ghettos. Lange Zeit konnte sie nicht über das Leben und die Ereignisse im Ghetto sprechen. Aber nach Jahrzehnten des Schweigens, wurde ihr bewusst, wie wichtig es ist, immer wieder an diesen menschenunwürdigen Zeitabschnitt zu erinnern. Es ist etwas anderes, die Erzählung von einer direkt betroffenen Person zu hören, als einfach nur eine Text in einem Schulbuch darüber zu lesen. Das konnten auch die Schüler unserer 10. Klassen feststellen. Frau Budnicka hat alles so lebendig geschildert, dass man den Eindruck hatte, direkt dabei zu sein. Auch die emotionale Wirkung war vielen von uns anzumerken.
Ihre Lebens- und Leidensgeschichte kann man unter diesem Link finden:
https://www.maximilian-kolbe-werk.de/unsere-arbeit/erinnern/dokumentation-von-
lebenszeugnissen/budnicka-krystyna/
Ihre abschließende Botschaft an die Schüler war sehr beeindruckend (sinngemäß):
„ Seht niemals weg, wenn Leid und Unrecht passiert. Sagt etwas dazu, bezieht Stellung und lasst
niemals mehr zu, dass Menschen mit anderen Menschen so grausam und unmenschlich umgehen.“

P. Skottki